01Katzen-Krebsgenome ähneln menschlichen Tumoren – und könnten Behandlungen revolutionieren
Eine Studie der Wellcome Sanger Institute (Science, Februar 2026) hat zum ersten Mal die Genome von Katzenkrebsen im großen Stil analysiert – 493 Tumor-Proben aus 13 verschiedenen Krebsarten. Das überraschende Ergebnis: Die genetischen Veränderungen in Katzentumoren ähneln denen in menschlichen Krebsarten bemerkenswert stark. Besonders bei Brustkrebs fanden die Forscher identische Treiber-Gene wie beim Menschen (z.B. FBXW7 in über 50 % der Fälle, PIK3CA in 47 %). Katzen teilen mit uns nicht nur die Wohnräume, sondern auch ähnliche Umweltrisiken – und jetzt auch die genetischen Grundlagen ihrer Krebserkrankungen.
Das macht Katzen zu einem wertvollen Modell für die Krebsforschung. Während Mäuse Krebs nicht natürlich entwickeln, tun es Katzen – genau wie Menschen. Therapien, die bei Katzen funktionieren, könnten direkt auf Menschen übertragen werden. Das ist ein Paradigmenwechsel in der vergleichenden Medizin: Nicht nur Hunde, sondern auch Katzen können der Wissenschaft helfen.
Deine Katze könnte der Medizin helfen – ohne dass sie es merkt. Was denkst Du: Sollte Forschung an Haustieren stärker genutzt werden – oder siehst Du das kritisch?
