Katze mit Büchern – KATZE VERSTEHEN Magazin
Ausgabe 8
27. März 2026
Gesundheit

Katzen-Krebsgenome ähneln menschlichen Tumoren – und könnten Behandlungen revolutionieren

Eine Studie des Wellcome Sanger Institute hat 493 Tumor-Proben von Katzen aus 13 Krebsarten analysiert. Ergebnis: Die genetischen Veränderungen in Katzentumoren ähneln denen in menschlichen Krebsarten bemerkenswert stark.

Eine Studie des Wellcome Sanger Institute (Science, Februar 2026) hat zum ersten Mal die Genome von Katzenkrebsen im großen Stil analysiert – 493 Tumor-Proben aus 13 verschiedenen Krebsarten. Das überraschende Ergebnis: Die genetischen Veränderungen in Katzentumoren ähneln denen in menschlichen Krebsarten bemerkenswert stark. Besonders bei Brustkrebs fanden die Forscher identische Treiber-Gene wie beim Menschen (z.B. FBXW7 in über 50 % der Fälle, PIK3CA in 47 %). Katzen teilen mit uns nicht nur die Wohnräume, sondern auch ähnliche Umweltrisiken – und jetzt auch die genetischen Grundlagen ihrer Krebserkrankungen.


Warum spannend

Das macht Katzen zu einem wertvollen Modell für die Krebsforschung. Während Mäuse Krebs nicht natürlich entwickeln, tun es Katzen – genau wie Menschen. Therapien, die bei Katzen funktionieren, könnten direkt auf Menschen übertragen werden.

Diskussionsansatz

Deine Katze könnte der Medizin helfen – ohne dass sie es merkt. Was denkst Du: Sollte Forschung an Haustieren stärker genutzt werden – oder siehst Du das kritisch?