Eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien befragte 421 Katzenhalter. Ergebnis: Halter bewerteten das Wohlbefinden ihrer Katzen im Schnitt mit 89 von 100 Punkten – deutlich höher als strukturierte Bewertungsmethoden.
Eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien (März 2026, Applied Animal Behaviour Science) befragte 421 Katzenhalter aus Deutschland und Österreich. Ergebnis: Halter bewerteten das Wohlbefinden ihrer Katzen im Schnitt mit 89 von 100 Punkten – deutlich höher als strukturierte Bewertungsmethoden. Besonders blind waren sie für zwei Faktoren: Übergewicht (hatte kaum Einfluss auf ihre Einschätzung, obwohl es Aktivität und Lebenserwartung messbar senkt) und altersbedingte Veränderungen (ältere, weniger mobile Katzen bekamen ähnliche Bewertungen wie junge).
Katzenhalter reagieren stark auf sichtbare, direkte Signale (Spielfreude, Appetit) – aber schleichende Veränderungen durch Gewicht oder Alter bleiben unsichtbar. Das ist eine klassische kognitive Verzerrung: Wir sehen, was wir sehen wollen.
Wie gut kennst Du Deine Katze wirklich? Macht mal den Selbstcheck: Wisst Ihr das genaue Gewicht Eurer Katze – und wann habt Ihr es zuletzt gewogen?

