Katze mit Büchern – KATZE VERSTEHEN Magazin
Ausgabe 10
29. März 2026
neurobiologie

Gehirnplastizität bei großhirnigen Säugetieren: Schlafende Neuronen warten ein Leben lang

Ein umfassender Review-Artikel zeigt: Bei großhirnigen, langlebigen Säugetieren – einschließlich Menschen – gibt es 'unreife' oder 'schlafende' Neuronen, die seit ihrer embryonalen Entstehung in einem Wartezustand sind und das gesamte Leben lang reifen können.

Ein umfassender Review-Artikel beleuchtet die Plastizität des Gehirns bei verschiedenen Säugetierarten und zeigt, dass die Beziehung zwischen Gehirngröße und struktureller Plastizität nicht linear ist. Während lange angenommen wurde, dass größere, komplexe Gehirne weniger plastisch sind, zeigen neuere Erkenntnisse ein komplexeres Bild. Bei großhirnigen, langlebigen Säugetieren – einschließlich Menschen – gibt es eine besondere Form der Plastizität: 'unreife' oder 'schlafende' Neuronen, die seit ihrer embryonalen Entstehung in einer Art Wartestand sind. Diese Zellen können während des gesamten Lebens wieder reifen und zu funktionsfähigen Neuronen in Gehirnregionen wie der Großhirnrinde und der Amygdala werden.


Warum spannend

Diese Entdeckung könnte ein Wendepunkt in der Neuroplastizitätsforschung sein. Sie zeigt, dass das menschliche Gehirn eine verborgene Reserve von Neuronen hat, die möglicherweise bei neurodevelopmentalen und degenerativen Störungen helfen könnte.

Diskussionsansatz

Das Gehirn ist nicht so starr, wie wir dachten. Besonders bei großhirnigen Tieren wie Menschen gibt es versteckte Neuronen, die ihr ganzes Leben lang 'warten' können, um aktiv zu werden. Was bedeutet das für unser Verständnis von Lernen und Heilung?

🔗ZUR STUDIE:PMC/NIH Review (2024)