Eine neue Studie zeigt: Sozialisierung beeinflusst nicht nur das Verhalten von Katzen, sondern auch ihre kognitiven Fähigkeiten. Besser sozialisierte Katzen lösen Probleme häufiger und schneller als weniger sozialisierte Katzen.
Es ist ein faszinierendes Phänomen in der Tierforschung: Tiere, die viel Kontakt mit Menschen haben, sind oft besser darin, Probleme zu lösen. Aber warum ist das so? Eine neue Studie aus dem Jahr 2024 hat sich genau dieser Frage gestellt – und zwar mit Katzen. Das Forschungsteam um Preston Foerder hat 86 Katzen aus Tierheimen untersucht und ihnen eine einfache Aufgabe gestellt: eine Puzzle-Box mit einer Futterbelohnung öffnen. Das Ergebnis war eindeutig: Besser sozialisierte Katzen lösten die Aufgabe häufiger und schneller als weniger sozialisierte Katzen. Das ist eine wichtige Erkenntnis, weil sie zeigt, dass Sozialisierung nicht nur das Verhalten einer Katze prägt – sie beeinflusst auch ihre kognitiven Fähigkeiten. Katzen, die früh und positiv mit Menschen in Kontakt kamen, entwickeln nicht nur eine bessere Beziehung zu Menschen, sondern auch bessere Problemlösungsfähigkeiten.
Diese Studie widerlegt ein weit verbreitetes Missverständnis: dass Katzen weniger intelligent sind als Hunde, weil sie weniger kooperativ sind. Die Wahrheit ist differenzierter. Katzen können intelligent und problemlösungsfähig sein – aber nur unter den richtigen Bedingungen. Und eine dieser Bedingungen ist Sozialisierung.
Hast Du Deine Katze schon mal mit einer Puzzle-Box oder einem ähnlichen Rätsel getestet? Wie hat sie reagiert? War sie neugierig und hat versucht, das Rätsel zu lösen? Oder hat sie das Interesse schnell verloren?

